Nägel im Winter


Warum haben wir schlechte Nägel im Winter?

Nagelpflege im Winter

Anders als zu den Themen „Haut“ und „Haare“ findet man nur wenige Informationen, wenn man zu dem Thema „Nägel“ recherchiert. Einiges von dem Wissen über unsere Finger- und Zehennägel ist dabei eher im Reich der Mythen anzusiedeln.

So deuten weiße Flecken im Nagel keineswegs auf einen Mangel an Calcium hin. Calcium spielt im Nagel gar keine Rolle, so dass der gut gemeinte Rat, viel Milch zu trinken genau so ins Leere läuft wie das Angebot „calciumreicher“ Nagelhärter. Grund für weiße Flecken sind meist Fehler bei der Nagelpflege.

Weiße Flecken auf Zehen- oder Fingernägeln

Weiße Flecken auf Zehen- oder Fingernägeln heißen in der Fachsprache “Leukonychia punctata”. Übersetzt bedeutet dies so viel wie “punktförmige Weißfärbung der Nägel”. Die Flecken treten einzeln oder in Gruppen auf und entstehen in aller Regel durch kleine Verletzungen im Bereich der Nagelmatrix. In dieser Zone wird die Nagelplatte gebildet, die sich aus dachziegelartig verklebten Hornschuppen zusammensetzt. Bei entsprechender Veranlagung kann zum Beispiel das Zurückschieben der Nagelhaut während der Maniküre oder ein Stoß auf den Nagel zu kleinen Verletzungen der Nagelmatrix führen. In der Folge lockert die Struktur der Hornschuppen auf – in manchen Fällen bilden sich kleine Lufteinschlüsse. Auf den Nägeln erscheinen dann kleine weiße Flecken. Doch keine Sorge: Diese Flecken sind völlig unbedenklich und keineswegs Zeichen einer Krankheit oder Hinweis auf eine Minderversorgung mit einem Mineralstoff. Ändert hingegen der gesamte Nagel seine Farbe oder nimmt er eine auffällige Form, Farbe oder Konsistenz an, steckt vielleicht eine Erkrankung dahinter.

Wer bei der Nagelpflege punktförmige weiße Flecken entdeckt, kann beruhigt sein: Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit handelt es sich nur um ein harmloses kosmetisches Problem! Eine Therapie für die weißen Punkte gibt es nicht – sie wachsen mit dem Nagel heraus oder verschwinden von selbst wieder. Ein sanfter Umgang mit den Nägeln hilft dabei, dass nicht wieder neue Flecken entstehen.

Auch kann die Behandlung mit „rückfettenden“ Nagelölen die Beschaffenheit unserer Nägel nicht beeinflussen. Der Fettgehalt des menschlichen Nagels ist äußerst gering. In diesem Zusammenhang von „Rückfetten“ zu sprechen macht also keinen Sinn. Dennoch leisten Nagelöle einen unbestreitbar guten Beitrag zur Pflege der den Nagel umgebenden Haut und des empfindlichen Nagelhäutchens.

Winterwetter setzt unseren Nägeln zu – den Ursachen auf der Spur

Gründe für kaputte Nägel im Winter

Nägel sind sensibler als sie auf den ersten Blick erscheinen. Im Winter setzen drei Effekte den Nägeln besonders zu, die sich gegenseitig begünstigen:

1. Fehlende Regulation des Feuchtigkeitshaushalts

Anders als die Haut können Finger- und Fußnägel Ihren Feuchtigkeitshaushalt nicht selbst regulieren. Warme Heizungsluft und die kalte Luft draußen trocknen die Nägel aus und machen sie spröde. Spröde Nägel können noch weniger Wasser binden, so dass unsere Nägel schnell immer unansehnlicher werden. Sie brechen, reißen ein und werden stumpf.

2. Langsameres Nagelwachstum

Zusätzlich verlangsamt sich im Winter die Wachstumsgeschwindigkeit der Nägel. Die Nagelplatte muss also länger den täglichen Beanspruchungen Stand halten als im Sommer. Je älter man wird, desto langsamer wachsen unsere Nägel nach.

3. Vitamin und Mineralstoffmangel

Zudem enthält im Winter unsere Ernährung ohnehin weniger Nährstoffe, so dass Mangelerscheinungen sich auch in den Nägeln bemerkbar machen. So zeigt sich in spröden Nägeln meist ein Mangel an Schwefel, einem der elementaren Bestandteile unserer Nagelplatte.

Was tun bei geschädigten Nägeln?

Behandlung mit Sililevo Nagellack

Haut kann man pflegen, Haare sogar reparieren – aber was mache ich bei brüchigen, splissigen, eingerissenen oder weichen Nägeln?

Mineralstoffe und Vitamine zum Einnehmen

Magnesium oder Calcium (wie oben bereits ausgeführt) spielen für unsere Nägel keine Rolle. Silizium hingegen ist ein elementarer Bestandteil unserer Nagelplatte und ist in Kieselsäure oder Silicea enthalten. Schwefel hält die einzelnen Hornschichten der Nagelplatte zusammen und kräftigt so den Nagel. Biotin (Vitamin B7) und Pantothensäure (Vitamin B5) hingegen begünstigen die Nagelbildung, sind selbst aber nicht in der Nagelplatte zu finden.

Mineralstoffe und Vitamine gelangen nach der Einnahme über den Verdauungstrakt und den Blutkreislauf zu den Organen. Da der Nagel nur in der Nagelbildungszone (Nagelmatrix) mit Blut versorgt wird, reichern sich Mineralstoffe und Vitamine nur nach und nach und in geringer Konzentration im Nagel an. Sichtbare Ergebnisse werden an den Nägeln oft erst nach mehreren Monaten erreicht.

Lokale Behandlung von Nägeln

Bei der direkten Behandlung des Nagels wirkt die Nagelplatte selbst als Barriere. Sie ist so kompakt, dass Nährstoffe nur schwierig eingeschleust werden können. Aus kosmetischen Nagellacken penetrieren kaum Inhaltsstoffe in die Nagelplatte. Ein Effekt der bei kosmetischen Farblacken erwünscht ist, da er vor Verfärbungen des Nagels schützt.

Formaldehydhaltige Nagelhärter hingegen machen die Nägelzwar hart, aber auch spröde,so  dass sie nach mehrmaliger Anwendung an Elastizität verlieren und besonders leicht brechen.

Der medizinische Nagellack Sililevo basiert auf einer patentierten Grundlage, die Nährstoffe schnell und ohne Umwege direkt in den Nagel einschleust. Dieses Prinzip wird auch erfolgreich zur Einschleusung von Arzneiwirkstoffen bei der Behandlung von Nagelerkrankungen genutzt.

Durch diese patentierte Lackgrundlage und die enthaltene spezielle Wirkstoff-Kombination erzielt man bei kurmäßiger Anwendung bereits nach vier Wochen erste sichtbare Erfolge.